Nachbarprobleme – Wenn die Nachbarn zum Problem werden

Auf Gran Canaria treffen sich alle Nationen – und da man auf Gran Canaria ohnehin jegliche Neubauten außerhalb der Stadtzone verbietet, gestaltet es sich als äußerst schwierig einen Wohnort zu finden wo man dem Problem unangenehmer Nachbarn weitestgehend durch Abstand und Alleinlage entgehen kann.

Nach fast schon traumatischen Nachbarerlebnissen in Arguineguin wohnen wir nun seit Jahren etwas weiter draußen. Grundlegender Suchgedanke: „Ohne Nachbarn“. Ein schwieriges Unterfangen, dennoch wohnen wir relativ freistehend und minimierten das Risiko auf lediglich 2 Nachbarn.

Und genau ein Nachbar vermietet seine Objekte regelmäßig und so bleibt es ein stetiges Risiko, dass man idiotische Nachbarn bekommt. Nun ist es also wieder soweit, seit einigen Wochen wohnen nebenan wieder neue Nachbarn. Scheinbar jüngere Skandinavier und die Probleme fingen recht schnell an.

Wie Affen im Zoo

Unser Grundstück wird zum Nachbarn durch eine Mauer getrennt. Diese ist 2 Meter hoch, was die bautechnisch maximale Höhe ist. Der Nachbar hatte aber irgendwann entschieden, dass ihm das die Sicht behindert und so wurde irgendwann vor unserer Zeit, eine Terasse angelegt, welche – entgegen aller bautechnischen Bestimmungen – direkt an eben diese Mauer grenzt. Steht man auf dieser Terasse, so steht man quasi oben auf der Mauer.

Streng genommen macht das jetzt so eine Mauer ziemlich sinnlos, da weder Sicht- noch Lärmschutz gegeben sind. Meist haben die dortigen Mieter aber doch genug Verstand, dass Sie an Ihre Terasse noch einen Sichtschutz montieren.

Nicht so besagte Skandinavier – denen scheinbar das dafür nötige Maß an gesundem Menschenverstand fehlt. Diese stehen nun regelmäßig an eben dieser Mauer, gaffen aufs Grundstück wie Zoobesucher. Das macht unsere Hunde natürlich regelmäßig wahnsinnig, weil diese einen Eindringling melden.

Dort stehen dann die Nachbarn gaffen fuchtelnd und gestikulierend von der Terasse 2 Meter auf den Hund hinunter, der bellend nach oben geifert um den Eindringling abzuwehren. Nachts wird dort auch mal mit der Taschenlampe nach unten geleuchtet und wenn der Nachbar Gäste empfängt, dann fühlt man sich teilweise wie im Affenhaus und fragt sich, ob man nicht noch Kunststücke vollführen sollte.

Mitten drin statt nur dabei

Die Nachbarn – Barbesitzer in Maspalomas – schrecken auch nicht davor zurück, tags und auch nachts mal eben richtig Party zu machen, mit sehr lauter Musik, dass ringsum die Scheiben wackeln. Dagegen ist zu humaner Zeit an sich nichts einzuwenden, aber wenn das um 5 Uhr früh passiert, sieht die Sache anders aus – immerhin gibt es Leute, die auch arbeiten und daher schlafen müssen.

Irgendwann wurde ich nachts von lautem Geschrei wach, als sich die beiden Jungs (vermutlich ein homosexuelles Paar) nachts richtig in die Haare kriegten. Da wurde geschrien, dass ich schon dachte, dass da gleich ein Mord passiert. Geschirr flog, Türen knallten. Irgendwann stürmte einer der beiden Kollegen dann nach draußen zu seinem Auto (Fiat Panda) und fuhr mit qietschenden Reifen davon (vermutlich betrunken)

Am nächsten Tag bemerkte ein anderer Nachbar, dass scheinbar jemand mit hoher Geschwindigkeit gegen sein geparktes Motorrad gefahren war, und dieses in das nebenstehende Auto katapultiert hatte.

Fahrerflucht

Vom Täter fehlte jede Spur. Ausgehend vom Streit einige Stunden zuvor, war aber recht klar, wer der Täter gewesen war. Polizei wurde informiert aber die Skandinavier waren nicht da – wir dachten schon, die wären abgehauen. Irgendwann kamen sie jedenfalls zurück und schoben einen Brief unter der Tür durch, dass sie wohl für den Schaden aufkommen wollten (sind sie bisher nicht). Deren Fiat Panda sichtlich beschädigt. Vermutlich stockbetrunken oder auf Drogen und deshalb Fahrerflucht. Anzeige läuft.

Manche mögen’s heiß

Einige Tage vor diesem Ereignis wurde ich auch nachts von einem Knall wach. Da hatten die beiden am gegenüberliegenden Hügel – vermutlich wieder sturzbetrunken – mal ganz lauschig ein riesiges Feuer gemacht. Um 5:30 früh! Das ist nicht nur streng verboten sondern auch ziemlich gefährlich. Aber wie gesagt, die Betroffenen haben’s scheinbar nicht so mit Denken.

Gestern (Sonntag) gegen 1 Uhr früh hatten Sie dann die glorreiche Idee, eine Poolpartie auf Ihrer Terasse zu veranstalten. Nach Schreien und mit Polizei drohen haben Sie sich das dann anders überlegt. Aber auch hier scheint es an Gehirn zu fehlen.

Viell. ist es in deren Heimat aber auch normal, dass man spät nachts bspw. noch mit dem Hund laut schreiend Gassi geht – wer weiß ..

Einige Stunden vorher gab es übrigens wieder ein Feuer unbekannten Urhebers, dass gefährlich nahe an den geparkten Autos entstand. Keiner weiß wie – man bemerkte es erst durch den starken Qualm und keiner war mehr da.

8000 m² sind nicht genug

Man sieht also – selbst bei nur 2 möglichen Nachbarn kann man nicht ausschließen, dass Idioten nebenan einziehen. Und am Ende ist man auch ziemlich machtlos irgendetwas dagegen zu unternehmen. Das ist schon fast so schlimm, wie damals in Arguineguin – dort waren das übrigens auch Skandinavier, die regelmäßig um 2 Uhr früh streitend die Fetzen fliegen ließen.

Wird tatsächlich Zeit für einen Umzug …

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