Sag Nein zur Bohrinsel Nonsens

In den Medien habt Ihr ja bestimmt davon gehört, dass man ein Ölfeld in der Nähe der kanarischen Inseln vermutet und dass Probebohrungen genehmigt wurden. Und schon ging es los mit Unterschriftensammelaktionen gegen die Bohrung im Sinne der Umwelt – alle denken, die anderen sind schuld – daher ist das Nonsens.Vorerst: Natürlich ist die Umwelt ein schützenswertes Gut. Allerdings bin ich der Meinung, dass man zuerst die Ursache und nicht die Symptome suchen und bekämpfen sollte. Genau deshalb verurteile ich „sogenannte Umweltschützer“ die zwar schnell auf den Plan treten, wenn es darum geht irgendetwas zu verhindern, sich selbst aber aus der Gleichung nehmen, weil sie nicht mal mitbekommen, dass sie ein grundlegender Teil des eigentlichen Problems sind.

Nutzen sie nicht auch Autos? Oder kaufen Produkte im Supermarkt? Wie kommen diese Produkte dorthin? Nehmen sie alle lieber das Fahrrad zum nächsten lokalen Bauern um Ihr Gemüse/Fleisch dort zu kaufen? Machen sie das?

Gehen sie mit Einbruch der Dunkelheit schlafen anstatt Strom für Licht und Unterhaltung zu verbrauchen? Wie wird gekocht? Leute – ihr seid ALLE Teil des Problems. Der Unterschied zwischen euch und mir ist allerdings, dass ich mir dessen bewusst bin. Die Nachfrage nach Öl kommt vom Konsumten. Das seid IHR. Wenn ihr aufhört Öl zu verbrauchen, dann würde es dafür auch keinen Markt geben.

Warum lebt ihr nicht in einer Höhle, ausgestattet mit einer Feuerstelle. Nutzt Ihr Klimaanlagen oder akzeptiert ihr es bei der Arbeit zu schwitzen. Klima im Auto? Ist euch eigentlich bewusst, wieviel Energie Ihr Leutchen verschwendet? Aber dann auf die Palme gehen und Unterschriften gegen die Bohrinsel sammeln, weil ist ja böse.

Den Luxus haben wollen sie alle – die damit verbundenen Unannehmlichkeiten/Risiken aber, das sollen bitte die anderen tragen, das wollen wir nicht. Aber Sprit an der Tanke wollen wir schon. Und unser Auto auch. Die Regierung kümmerts einen feuchten Kehrricht, denn sonst würde man keine Bremshügel bauen, die mitunter das schlimmste sind, was man für die Energieeffizienz eines Autos machen kann.

Aber trotzdem wollen sie alle einen Supermarkt in der Nähe und gleichzeitig Produkte zum niedrigsten Preis, weil Geiz ist ja heutzutage geil.

So ist unsere Gesellschaft, alles was man nicht will, wird verdrängt und abgeschoben, das eigentliche Problem wird vollkommen ignoriert.

Wegen solchen Leuten ist die Welt, wie sie heute ist – weil die Menschen nicht nachdenken, nicht hinterfragen. Nein. Sie liken/teilen was sie für sich selbst zwar als ethnisch korrekt betrachten, aber nicht erkennen, dass sie selbst Auslöser desselben sind. Sie hinterfragen nicht, ob und warum etwas geschieht. Schade. Dann wird sich auch nichts ändern.

Und was die Bohrinsel angeht. Was meint Ihr denn eigentlich was passieren wird, wenn ihr hier jetzt Unterschriften sammelt? Denkt ihr tatsächlich, das potentielle Öl-Feld wird einfach „vergessen“, alle nehmen sich an den Händen und singen Kumbaja auf der großen Anti-Bohr-Insel-Party (zu der alle mit dem Auto kommen)??? Wenn Spanien sich dieses Öl nicht holt, dann tut es jemand anderer. Im schlimmsten Falle Marokko ohne EU-Fachkräfte. Wäre das besser? Oder dann doch lieber mit Fachpersonal aus der EU und einem gewissen Sicherheitsstandard?

Das sind so Themen, die mich einfach fürchterlich aufregen, weil die Mensche nicht nachdenken. Umweltschutz fängt ganz woanders an und wir haben gänzlich andere Probleme um die sich schon heute keiner kümmert, weil sie meistens gar nicht erkannt werden.

Traurig ist auch, dass solche undurchdachten Aktionen im „Sinne des Umweltschutzes“ dann tatsächlich Gehör finden. Da wird geteilt, gelikt, auf die Schulter geklopft. Die, die tatsächlich über ein Thema nachdenken und es zu lösen versuc hen, die gehen unter, die hört keiner. Ist eben nicht reisserisch, viell. die Thematik zu kompliziert oder das Nachdenken darüber für viele einfach zu anstrengend.

Dieselben Leute, die gegen die Bohrinsel wettern rühren KEINEN FINGER, wenn es darum geht, das Straßennetz effizienter zu machen. Das machen andere. Andere, die nachdenken, andere die Taten folgen lassen. Beispielsweise in bei der Effizienzsteigerung von Produktionsanlagen. Das passiert weltweit und spart unfassbare Mengen an Energie ein.

Kümmert keinen, davon weiß keiner, ist eben nicht in „der Bild“, sammelt eben keiner Unterschriften. Auf diesem Planeten gibt es Leute die tatsächlich etwas für diesen Planeten tun. Unterschriftensammler gehören meistens nicht dazu, denn sie ignorieren die Ursache(n).

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