Spanien besteuert Bankguthaben

Das ist ja mal wieder ein herrliches Thema, über das es sich zu berichten lohnt. Spanien hat kürzlich (während der WM 2014 um genau zu sein – Volk beschäftigt, Politiker haben sturmfrei) beschlossen eine neue Sondersteuer auf Bankguthaben festzusetzen.

http://www.focus.de/finanzen/banken/steuer-auf-bankguthaben-spanien-prescht-vor-zwangsabgabe-auf-alle-vermoegen_id_4001132.html

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/07/17/spanien-erhebt-straf-steuer-auf-spar-guthaben/

Jeder, der also Geld auf seinem Bankkonto hat, wird zur Kasse gebeten – weil Spanien Geld braucht. Das muss aktuell für alles herhalten, ganz gleich, welche Sauerei man sich einfällen lässt. Diese „Sondersteuer“ kommt eher einer Zwangsenteignung gleich – wie in Zeiten des 2. Weltkrieges (und man verzeihe mir den Vergleich, aber so sieht es nunmal aus, man fühlt sich wie unter Kriegsrecht). Der Bürger – auch nur eine moderne Geld-Generierungsmaschine für Vater Staat. Streng genommen für die absolute Unfähigkeit des Vater Staates mit Budget umzugehen.

Wäre Vater Staat ein Unternehmen, so wäre es längst geschlossen und der Geschäftsführer hinter Gittern. Nicht aber eine Regierung – die kann machen was sie will.

Resultieren tut das ganze dann dummerweise aber in folgendem: Die Leute, die Geld haben (die zahlen ohnehin den Großteil der Steuern) die werden schlichtweg abwandern und Ihr Geld (und Ihre Steuern) eben einem anderen Land schenken. Spanien sieht den Eisberg zwar, aber anstatt auszuweichen erhöht man sogar noch die Geschwindigkeit.

Spanien ist damit ein überaus gutes Beispiel dafür, dass wir heute viel von unserer Freiheit einbüßen. Wer arbeitet wird durch hohe Besteuerung bestraft und wer arbeitet, der tut das zu einem großen Teil für eine Regierung die ihn dabei eher behindert als unterstützt. Man darf sich daher nicht wundern, wenn die Arbeitslosenquote in den Himmel schießt (hohe Lohnnebenkosten) und viele der Großen Firmen einfach ins Ausland abwandern. Das tun sie nicht um die Profite zu steigern sondern um zu überleben und zumindest hlabwegs wettbewerbsfähig zu bleiben (mir ist aber bewusst, dass viele Menschen das nicht verstehen oder verstehen wollen)

Damit verliert Spanien nicht nur wichtige Steuereinnahmen sondern auch einen großen Teil seiner allgemeinem Wettbewerbsfähigkeit als Wirtschaftsstandort.

Ein Großteil der Steuerlast wird von Unternehmen und Großverdienern getragen. Sind die verscheucht, steht Spanien vor dem Aus.

Die Umsiedlung eines Unternehmens ist eine kostenintensive Sache – wenn allerdings die daurch erzielte Kostenersparnis in Relation gut aussieht, dann werden Unternehmen diesen Schritt schlichtweg wagen. Spanien ignoriert diese Tatsache sehr gekonnt.

Sehen wir es realistisch: Massive Steuererhöhungen in den letzten Jahren, erhöhung der Mehrwertsteuer auf überdurchschnittliches Niveau – was erwartet Spanien? Sie werden früher oder später pleite gehen – aber sie sehen es nicht. Aber ganz ehrlich: Wäre die spanische Regierung in der Lage solcherlei wirtschaftlich relevanten Themen zu verstehen, dann wäre sie vermutlich erst gar nicht in die Lage gekommen, kurz vor der Pleite zu stehen.

 

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