Himalaya Salz – Der Esotherik Nepp

Viele von euch kennen sicherlich sogenanntes Himalaya Salz oder haben zumindest schonmal davon gehört. Das Sakz erkennt man meist an seiner rosa Färbung und der groben Körnung und nicht zuletzt an dem erhöhten Preis.

Entsprungen ist die Idee des Himalaya-Salzes von einem Umweltpfarrer namens Peter Ferreiras (besser bekannt unter dem Namen Peter Druf) – der diesem Salz magische Fähigkeiten zugesprochen hat da es mitunter 84 chemische Elemente enthalten soll, was ähnlich dem menschlichen Blut sein soll.

Nun, leider konnten in dem Salz lediglich 10 Elemente nachgewiesen werden. Im menschl. Körper selbst findet man außerdem lediglich 30 Elemente. Aber viell. hat der Umweltpfarrer einfach die Begriffe nicht richtig benutzt.

Neben der Tatasache, dass Himalaya Salz gar nicht aus dem Himalaya stammt sondern u.a. dem Salzbergwerk Khewra (über 100 km südlich Islamabad) – oder auch aus Polen –  gibt es keinen grundlegenden Unterschied zw. sogenannten Himalaya-Salz und normalen Steinsalz. Das Himalaya-Salz ist lediglich schmutziger.

Das Salz unterscheidet sich in seiner chemischen Zusammensetzung in keinster Weise von anderen natürlichen Steinsalzen. Gegenüber dem bekannten Küchensalz unterscheidet es sich nur dadurch, dass es mehr Verunreinigungen enthält

Neben den Hauptbestandteilen Chlorid und Natrium (die jedes Salz enthält) findet sich in Himalaya-Salz lediglich Spuren von Eisen (daher die rötliche Färbung durch Kontakt mit Sauerstoff = Oxidation besser bekannt als Rost) und einigen wenigen anderen Verunreinigungen wie bspw. GIPS. Nun mag es zwar gut für die Stimme sein, aber als Nahrungsergänzungsmittel ist Gips eher nicht zu empfehlen.

Nach Angaben des Verbandes der Ernährungswissenschaftler Österreichs sind in zwei Teelöffeln Himalayasalz enthalten:

45 mg Calcium (Tagesbedarf: 1000 mg)
5 mg Magnesium (Tagesbedarf: 300 mg)
0,7 mg Eisen (Tagesbedarf: 10 mg)

Aufgrund dieser Tatsachen muss sich Himalaya-Salz vielen Vorwürfen stellen (u.a. Stiftung Warentest), darunter „Irreführung des Verbrauchers“ oder „üble Geschäftemacherei“ da Himalaya-Salz oft zum 20-fachen Preis von herkömmlichen Salz verkauft wird.

Wer weitere Informationen zu dem Thema möchte, der kann sich auch gerne auf der wikipedia einlesen und findet dort auch viele weitere Links zum Thema.

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