Krumme Tour bei Paketdienstleistern?

Ich bin nicht sicher, ob dahinter wirklich ein System steckt, aber das im folgenden beschriebene Phänomen passierte nun bereits 2x dieses Jahr, daher ist es eventuell sinnvoll darüber zu berichten.

Es beginnt alles mit einer relative harmlosen Postsendung aus dem Ausland nach Gran Canaria – das Paket wird bei der lokalen Post oder einem anderen Dienstleister abgegeben. Je nach Herkunft landet das Paket danach erstmal in Madrid zur Verzollung.

Hier kann das Paket dann schon mal mehrere Wochen liegen. Man weiß weder warum und man weiß auch nicht was damit passiert und schon gar nicht, wer dafür verantwortlich ist.

In Madrid erhält das Paket dann eine neue Trackingnummer von wem auch immer. Entweder wird das Paket dann dort versteigert oder an den günstigsten Versender weitergegeben – wir wissen es nicht.

Der Kunde bekommt davon nichts mit, laut Tracking der ursprünglichen Nummer liegt das Paket noch immer (und für immer) in Madrid, denn niemand empfindet es für nötig irgendjemanden über die neu zugewiesene (spanische) Paketnummer zu informieren. Insofern ist und bleibt erstmal jeder ratlos.

Irgendwann (nach Wochen) erhält der Versender dann eine Mitteilung seiner Post, dass das Paket nicht ankam bzw. „Die Annahme verweigert wurde“

Tatsächlich kam nie jemand um das Paket abzugeben. Erst nach aufwendiger Recherche über Correos-Kontakte war es möglich den aktuellen Versender ausfindig zu machen.

Dieser reagiert nicht auf E-Mails und Anrufe bzw. Kundenanfragen müssen über eine Mehrwertnummer getätigt werden. Dort landet man erstmal in der Warteschleife und so bezahlt man mal eben locker 20 Euro dafür, dass man in der Leitung wartet um nachzufragen, warum das Paket seit Wochen nicht zugestellt wurde.

Je nach Anbieter folgen nun weitere Anrufe, um alle Daten korrekt zu haben (die auf magische Weise irgendwo verschwunden sind.

Viele Wochen später und einige Euros ärmer erhält man dann vielleicht (mit Glück) doch sein Paket.

Ich nehme an, diese „Dienstleister“ fischen in Madrid nach Sendungen bzw. bieten einen unschlagbar niedrigen Preis an – da sie die Kosten ja über die Mehrwertnummer wieder wett machen bzw. vervielfachen.

Scheinbar hat es sonst noch keiner bemerkt, auffällig wurde dieses Verfahren mittlerweile mit  Postdienstleistern.

Scheinbar kann man dagegen im Vorfeld auch überhaupt nichts machen, da man keinen Einfluss darauf hat, was mit dem Paket in Madrid passiert. Die stillschweigende Neuvergabe einer Trackingnummer öffnet solchen krummen Touren leider Tür und Tor.

Seit der letzten „Zollreform“ (die alle bejubelt haben ohne nachzudenken) – scheint die Correos selbst so viel wie möglich auszulagern oder gar nicht mehr zu erledigen. Zum Beispiel muss die Verzollung von Lieferungen außerhalb der EU der Empfänger selbst erledigen. Dazu wird ein Zollagent benötigt, der pro Sendung 40 Euro kostet – das ist doppelt soviel als die „Postkosten“ durch die Correos vor der Zollreform.

Vielen Dank auch.

Wenn jemand eine Idee haben sollte, wie man solche krummen Touren im Vorfeld vermeiden kann, bitte fleißig in die Kommentare schreiben . hier geht’s ja nicht nur um Geld sondern auch um den Ärger und die Tatsache, dass Pakete dabei um Wochen bzw. Monate(!) uz spät ankommen.

Ein Gedanke zu „Krumme Tour bei Paketdienstleistern?“

  1. Wenns Privat verschickt wird, einen besseren Lieferer wählen. Mit z.B DPD hatte ich immer gute Erfahrung, wenns aus Deutschland ins Außland muss.

    Wenn es etwas Gekauftes ist, beim Verkäufer beschweren.

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